Bürgerblock Rohrdorf e.V.

in Rohrdorf bei Rosenheim / Oberbayern

Home
Wir über uns
Aktuelle Presse
Aus dem Gemeinderat
Veranstaltungen
Kommunalwahl
Archiv
Spenden
Kontakt

OVB-Aktikel vom 9./10. Mai 2018 / S.19

Smart Forfour electric drive aus Rohrdorf:  Eine Woche im Test

 

Dieses E-Wägelchen hat es in sich

Das Wägelchen geht ab wie Schmitz’ Katze. Leise, aber energisch! So mancher Fahrer eines Golf GTI reibt sich erstaunt die Augen. Der Smart Forfour electric drive wird unterschätzt. Definitiv! Unsere Redakteurin testete das Auto mit dem Elektroantrieb eine Woche lang. Fazit: ideal für kurze Strecken.

Von Sigrid Knothe

RohrdorfVon außen sieht der kleine Flitzer durchaus ansprechend aus: Die schwarz-grüne Lackierung steht ihm gut, und das dick aufgepinselte Zeichen für Elektromobilität lässt die anderen Verkehrsteilnehmer neugierig rüberschauen. Viele von ihnen trauen dem Smart Forfour nicht viel Power zu. Dass die Testfahrerin aber auch mit 80 km/h noch locker beschleunigen kann, verwundert so manche anderen Verkehrsteilnehmer. Der Abzug an der Ampel ist flott, aber nicht turbomäßig. Das Automatikgetriebe schaltet sicher und stufenlos durch, ohne Ruckeln, ohne Durchhängen. Und dann geht es dahin wie in einer Sänfte. Das Auto schwankt nicht, liegt sicher auf der Straße und ist vor allem eines: super leise – dank des fehlenden Verbrennungsmotors. Sogar das Rollen der Räder ist kaum wahrzunehmen. Für Stadt- und Landbewohner sicher eine Wohltat, wenn mehr Autos mit Elektroantrieb unterwegs wären: Kaum Geräuschkulisse, keine Auspuffabgase. Diese fast lautlose Fortbewegung hat allerdings auch einen gravierenden Nachteil: das Überraschungsmoment für andere Verkehrsteilnehmer. Wer am Straßenverkehr teilnimmt, hört auch auf die anderen Autofahrer, Radler, Fußgänger. Besonders gefährdet sind hier Kinder. Sie rechnen einfach nicht damit, dass da plötzlich wie auf leisen Pfoten ein Auto daher kommt. Selbst eine Gruppe Rennradler, allem Anschein nach gestandene Männer, waren erst durch Hupen dazu zu bringen, nicht zu viert nebeneinander auf der Straße zu fahren. Sie hatten den E-Smart Forfour einfach nicht gehört. Aber auch die Testfahrerin musste sich erst daran gewöhnen, dass selbst Katzen und Hunde in letzter Sekunde verschreckt zu Seite sprangen – so fast unhörbar läuft das Auto.

Einparken?
ein Kinderspiel
Fix und ohne langes Rangieren lässt sich die „Rennsemmel“ einparken. Wer mit einem Mittelklassewagen in einem Parkhaus in die letzte, schmale Lücke will, muss manchmal ganz schön rangieren. Mit dem schnuckeligen E-Auto hat man ruck-zuck eingeparkt. Der Innenraum des Smart ist ordentlich ausgestattet, allerdings nicht luxuriös. Wer Ledersitze, beheizbares Lenkrad und extra-viele Helferlein gewöhnt ist, muss sich umstellen. Die Sitze sind bequem, gut gepolstert, in jede Lage zu verstellen, selbst Nachfahrautomatik und Freisprechanlage sind möglich. Gewöhnungsbedürftig ist das Anlassen: Schlüssel einmal im Schloss umdrehen, es erscheint die grün-leuchtende Schrift „ready“ und los geht’s. Es braucht seine Zeit, bis man kapiert, dass man schon losfahren kann. Rund 130 Kilometer Reichweite sind ordentlich für die tägliche Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder die Kinder zum Sport zu kutschieren. Nach München oder Salzburg wird’s schwierig. Allerdings gibt es zum Beispiel in der Mozartstadt etliche E-Tankstellen. Während des Aufladens gemütlich shoppen und Einspänner trinken – dann passt es wieder. Der Aufladevorgang ist mühelos. Einfach an eine normale Steckdose abends anstecken und morgens losfahren. Noch besser: Solarmodul aufs Dach. Warum eigentlich nicht?     
Fazit der Testfahrerin über den Smart Forfour electric drive: Praktisch, wendig, Power am Start, vier Türen, geräumiger Innenraum, ordentlicher Kofferraum, für Kurzstrecken bestens geeignet. Mit einem Wort: ein Frauenauto. Und das E-Fahren gibt ein gutes Gefühl: Der CO2-Fußabdruck ist minimal. Da können all jene Angeber-SUV-Fahrer noch so von oben herabschauen. Die Zukunft gehört dem E-Mobil.

Technische Daten
Der „Smart Forfour Electric Drive“ hat in der getesteten Ausführung 60 Kilowatt, das sind umgerechnet rund 82 PS. Damit bringt er es auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 130 km/h. Der Viersitzer ist knapp 3,50 Meter lang und mit Außenspiegel rund 1,90 Meter breit. Hoch ist der kleine Flitzer rund 1,55 Meter. Der Wendekreis ist mit 8,65 Metern winzig.
Der Aufladevorgang ist äußerst bequem und einfach: Mitgeliefertes Kabel an jede normale Steckdose anstecken und das andere Ende am Auto einstecken. Dieses sieht aus wie ein Tankstutzen. Je nach Modell geht die Aufladung sehr schnell. Die Testfahrerin hat das E-Mobil über Nacht an den Strom gehängt, morgens war der Mercedes-Smart einsatzbereit – 130 Kilometer Reichweite im Schnitt. Eine Anzeige am Armaturenbrett informiert über die aktuelle Reichweite. Das getestete Fahrzeug hat eine einfache Ausstattung. Sonderausstattungen mit jeden denkbaren „Helferlein“ sind möglich.
Wer das E-Auto einmal selbst fahren möchte, kann das kostenfrei tun. Info/Anmeldung bei Martin Fischbacher in Rohrdorf unter der Telefonnummer 08032/ 91095.

Impressum und Datenschutzerklärung  Kontakt  I Haftungsausschluss  I